Manufaktur

Der mehrstufige Herstellungsprozess ermöglicht die besondere Qualität unserer Tapeten. Begleiten Sie uns Schritt für Schritt bei unserem Werk.

Nie gleich, immer echt

Jede Tapete ein Original

Unseren Tapeten liegen Originalentwürfe aus den kunsthistorischen Epochen der letzten 100 Jahre zugrunde. Beim Neudruck ist dabei das Belegexemplar maßgebliche Referenz für die angestrebte Akkuratesse in Zeichnung, Farbgebung und Druckqualität.

Für Rekonstruktionen aus Tapetenfragmenten oder individuelle Gestaltungen recherchieren wir kunsthistorisch und entwickeln Moodboards aus Farbtönen, Muster- und Materialbeispielen um uns einer würdigen Neuinterpretation anzunähern.

Dabei fließen bei unserem traditionellem Prozess immer auch moderne Techniken mit ein, um uns im Sinne der Qualität unserer Tapeten immer weiterzuentwickeln. 

Vom ersten Pigment

Eigene Farbherstellung

Mit der Kreation eigener Farben können wir schon im Ursprung der Tapetenherstellung maßgeblich auf den individuellen Charakter der späteren Tapete Einfluss nehmen und feine, lebendige oder gebrochene Töne entwickeln. Spezielle Farbmischungen entfalten je nach Lichteinfall und Blickwinkel eine ganz eigene Wirkung.

Im Falle eines historischen Vorbilds können wir die Farbgebung exakt bestimmen und für Neudrucke und Rekonstruktionen nachbilden.

Handgemalt

Negativerstellung als Druckschablone

Zu Beginn des Prozesses entsteht ein handbemaltes Negativ des Tapetenmotivs. Dies wird mit schwarzer Tusche von Hand auf durchscheinendes Papier gezeichnet:
Eine filigrane Detailarbeit, in dessen Zuge auch Veränderungen oder Erweiterungen der Originalentwürfe vorgenommen werden können.

In der Dunkelkammer

Belichtungsprozess

Im Anschluss wird das Negativ mit einer lichtempfindlichen Fotoemulsion lasiert und auf dem Sieb platziert. Während der Trocknung wird das Sieb im Dunkeln vor UV-Einstrahlung geschützt.

Bei der folgenden Belichtung bleibt die Emulsion auf den getuschten Bereichen weiterhin lichtgeschützt und weich, während sie an den Stellen, auf die das Licht ungehindert trifft, aushärtet.

Finalisierung

Auswaschen

Nach der Belichtung wird das Sieb mit Wasser ausgespült.
 Die nicht belichteten, weichen Stellen lösen sich heraus. Genau dort entstehen die offenen Bereiche im Sieb.

Die Schablone ist bereit für den Druck: Die offenen Stellen lassen später Farbe durch, während die gehärtete Emulsion dagegen die Farbe blockiert und somit das Motiv dargestellt wird.

An der Julius

Siebdruckverfahren

Während des Drucks wird jede einzelne Farbe nacheinander auf das Papier aufgetragen. Das kann bis zu 72 Druckdurchläufe bedeuten. Über ein ausgeklügeltes, in Teilen an der Decke entlang geführtes Spulensystem kann an unserer Produktionsstraße die komplette Papierbahn unsere „Julius“, eine von Messerschmidt in den 1950ern entwickelte Siebdruckmaschine, komplett durchlaufen und bedruckt werden.

In einem koordinierten Ablauf greift die Druckmechanik mit exakt abgestimmten Handgriffen unseres Teams ineinander, um den hochwertigen Druckverlauf zu ermöglichen.

Für Sie angefertigt

Unser Herstellungsverfahren ermöglicht spezielle Farbkombinationen und individuelle Motive ganz nach 
Ihrem Wunsch. Wenn sie sich vor Ort überzeugen woillen, melden Sie sich gern!

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